Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.
Weltbewegend - eine somatische Reise durch die Tiefenökologie 🌀

In diesem Newsletter:

- Jahres-Resümee: Dank, Resonanz & Magie,
Kompost, Grenzen & dem Nicht-Wissen wie es weitergeht
- Jahreszeitqualität & der Zeitgeist
- Einladung Wahrheitsmandala
- Einladung Winter-Wildniskurs
- Rückblick Tiefenökologie-Seminar

Liebe weltbewegte Menschen,

ein vielseitig weltbewegtes Jahr neigt sich dem Ende zu.

Von den vielen Infocalls zur Jahresreise, über das Umplanen in einzelne Module, das Erforschen solidarischer Finanzierungsweisen, Workshops auf Naturverbindungs-Festivals bis hin zu tiefenökologischen Räumen für Palästina, und zuletzt Abende im Poesiewohnzimmer Witzenhausen mit dem Wahrheitsmandala.

Vielleicht sind wir uns in einem dieser Räume begegnet.
Vielleicht hast Du uns aus der Ferne auf unsere Reise begleitet.
Vielleicht kreuzen sich unsere Wege noch an anderer Stelle.

Wir möchten dir danken. Für deinen Mut, dich für die transformative Praxis der Tiefenökologie zu öffnen, dich deinem Inneren und dem Geschehen um dich herum zuzuwenden.

Auch für deine Ehrlichkeit, dein Fühlen.
Für den gemeinsamen Raum,
 
für all die tieferen Wahrheiten, die zum Ausdruck gebracht wurden.
Für all die Momente, in denen wir zusammen innegehalten und gestaunt haben über die Wunder des Lebens.

 🌀

Anfang November haben wir - Alina, Milena & Mira - uns zusammen mit einer externen Begleitung Zeit genommen, um auf dieses Jahr zurückzublicken

Was war nährend? Was war zehrend?

Wir haben die magischen Momente gefeiert.
Und das Schmerzhafte gewürdigt und rituell kompostiert.
Auch die Elemente und die mehr-als-menschliche-Welt waren mit uns
und wir spürten klar:

Wir wollen nicht nur Räume gestalten, sondern auch eine von der Tiefenökologie inspirierte Kultur der Wiederverbindung als gelebte Praxis in unser Leben integrieren.

Nun betreten wir gemeinsam die Schwelle ins Nichtwissen.

Aus diesem Rückblick ist ein kleiner Text entstanden, ein Nachklang unseres Kompost-Rituals und dem Zeitgeist, in dem wir leben.

Vielleicht erkennst du dich darin auch an der ein oder anderen Stelle wieder.



Wir sind müde
- nicht, weil uns die Tiefenökologie auslaugt, sondern weil das Navigieren durch diese Welt eine tägliche Prüfung ist.

Es ist nicht das tiefe Spüren, nicht das Raumhalten, das uns erschöpft.

Es sind die Schichten des Systems:
Deadlines. Werbung. Bürokratie. Finanzieller Druck.
Der Lärm der Nachrichten. Die Schwere globaler Gewalt.
Der ständige Versuch, „trotz allem“ etwas anders zu machen.

Tiefenökologie ist keine weitere Aufgabe.
Sie ist eine Praxis, die wieder verbindet:
mit unseren Wurzeln, unseren Körper, unserer Beziehungsfähigkeit, unserer Kraft.

Und gleichzeitig:
Diese Praxis entsteht nicht im Alleingang.
Sie lebt von Gemeinschaft, von Begegnung, von gemeinsamem Atmen.


Dieses Jahr haben wir viele Stunden dafür aufgebracht, diese Praxis so zugänglich wie möglich zu machen:
Räume finden, Termine koordinieren, Konzepte entwickeln, Texte schreiben, Flyer gestalten, Anfragen beantworten, Finanzierung klären.

Und immer wieder neu: anpassen, bündeln, auffangen - wenn Räume wegfallen, Gruppen zu klein sind, Bedingungen sich ändern.
Arbeit, die oft unsichtbar bleibt.


Das alles passiert in einem Widerspruch, der im Turbokapitalismus immer deutlicher zutage tritt:
Ein System, das offensichtlich obsolet ist, versucht sich mit noch mehr Regeln und Autoritäten zu stabilisieren.

Ein System, das - wie "Hospicing Modernity" beschreibt -
bereits im Sterben liegt, aber noch um sich schlägt.


Wir alle jonglieren: Energie, Zeit, Existenzsicherung, Erschöpfung.
Kein Wunder, dass gemeinschaftliche Begegnung fast radikal wirkt.

Dass wir erst aus dem Hamsterrad fallen müssen, um Raum füreinander zu spüren.
Und während all das passiert, nähern wir uns dem dunkelsten Tag des Jahres.

Die Natur zieht sich zurück.
Sie sagt Stille.
Sie sagt Pause.
Sie sagt: „Geh nach innen, wenn du leben willst.“

Doch unsere Gesellschaft macht weiter Lärm.
Weiter Druck.
Weiter Funktionieren.

So stehen wir zwischen Welten:
Die laute Stimme, die ruft:
„Mach weiter! Aktionismus ist dringlich!“
und die leise, die flüstert: „Werde langsamer.“


Vielleicht ist unsere Praxis in dieser Zeit genau das:
ein leises, unbequemes, sanftes Aufbegehren.
Ein Versuch, uns wieder in den Rhythmus zu weben — in uns und zwischen uns. 

Damit wir nicht ausbrennen, sondern wieder bewohnbar werden
- für uns selbst, füreinander, für das Leben, das durch uns leben will.


Wir wissen noch nicht wie Weltbewegend 2026 weiter wandeln will.

Klar ist: So wie wir dieses Jahr gearbeitet haben, geht es nicht weiter.
Unsere Kapazitäten haben Grenzen, und wir wollen sie nicht dauerhaft überdehnen.

Wenn du unsere Arbeit kennst und etwas rückblickend teilen möchtest
- einen Moment, der dich berührt hat, etwas, das dich gestärkt hat - freut uns das sehr. Solche Rückmeldungen nähren uns.

Wenn du unsere Arbeit finanziell unterstützen möchtest, kannst du das ebenfalls gerne über unseren Trägerverein Walduin e.V. tun (Betreff: weltbewegend) 

Noch eine letzte Einladung für dieses Jahr...

Das Wahrheitsmandala 

Diese tiefenökologische Praxis schafft Raum für dich um Ausdruck zu finden für dein inneres Erleben angesichts dem Zustand der Welt. Du wirst wohlwollend darin bezeugt und übst dich im Mitgefühl für deine Mitmenschen. 💔

 Montag, 08.12. 
20 bis 22 Uhr
 Online 

Der Raum ist kostenfrei.

Anmeldung an weltbewegend@posteo.de

Walduin-Winter-Wildniskurs

 Über Walduin - Verein für regenerative Naturverbindung & Kreativität e.V. gibt es diesen Winter noch ein tolles Wildnis-Angebot von Luci & Sven aus unserem Netzwerk. 

 30.01.-01.02.26 nahe Kassel,
keine Vorerfahrungen nötig

Wie wäre es, den Winter tiefer kennenzulernen und
dafür ein Wochenende draußen zu bleiben?

Alle Infos gibt es auf der Webseite von Walduin.

Der Erde eine Stimme geben

Letztes Wochenende war Milena als Teilnehmde beim Seminar:

"Der Erde eine Stimme geben - Aus der Verzweiflung in die Ermutigung: Tiefenökologische Wege aus der Krise"

(geleitet von Geseko von Lüpke und Gabriele Kaupp)

Ein paar Worte ihres Nachklangs:

"Im Kreis von Ältesten und Jüngsten küssten sich Vergangenheit und Gegenwart, Hoffnung und Trauer, Angst und Liebe.

Wir nahmen uns gegenseitig an die Hand, reisten in die Zukunft, teilten Schmerz und die Sehnsucht nach Verbundenheit, tauchten gemeinsam ein in das Nichtwissen.
Die Flamme zwischen den Generationen wurde genährt von Mitgefühl und Verstehen.

Es braucht uns alle um Wandel zu gestalten - wir brauchen einander!

Ein Seminar voller Lebendigkeit und Lebensfreude in Zeiten tiefgreifender Krisen. Fortsetzung folgt."

 


In diesem Sinne sind wir gespannt, was die Tiefe des Winters mit sich bringen mag.


In Dankbarkeit, Wehmut und einem Funken Hoffnung,

Alina, Milena und Mira

💚

"Active Hope is not wishful thinking.
Active Hope is waking up to the beauty of life
on whose behalf we can act."

- Joanna Macy 
Wenn Sie diese E-Mail (an: alinaschlotter@gmx.de) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.
Weltbewegen(d) - eine somatische Reise durch die Tiefenökologie
Alina Schlotter
Bachstrasse 9
72348 Rosenfeld
Deutschland

015739313094
weltbewegend@posteo.de
alinaschlotter.de
Powered by CleverReach - Professional E-Mail Marketing